Herr Beyer wo ist der Eingang?

„HERR BEYER WO IST DER EINGANG?“
MEIN VATER UND DER WALD

Im Rahmen der Semesterarbeit im Wintersemester 2015/16 entstanden unter dem Thema „in Beziehung“ diese Aufnahmen, die eine Verbindung zwischen Mensch und Natur zeigen.

Die Besinnung meines Vaters auf den Ursprung alles Lebenden, der Natur prägt nicht nur seine eigene Art zu leben, sondern beeinflusst auch mich seit Kindesalter. Daher habe ich mich entschieden, in einer rein dokumentarischen Arbeit diese, in meinen Augen besondere Beziehung festzuhalten. Die Bilder zeigen ein Zusammenspiel von Mensch und Wald, in denen der Wald kein gelegentliches Ausflugsziel, sondern den Kern des Lebens darstellt.

Als Förster und Wildnispädagoge verbringt Stefan Burgey beinahe jeden Tag der Woche mit Schulklassen in der Natur. Am Wochenende streift er alleine mit seinen beiden Hündinnen durch den heimischen Wald. In vielen Gesprächen, die wurzelten während ich meinen Vater bei seiner Arbeit und langen Runden Querfeldein begleitet habe, kriege ich ein Gespür dafür, dass die Verbindung zwischen ihm und dem Wald die Basis all seiner Gedanken zu sein scheint. Der Kern der Natur und dessen Auswirkung auf ein zwischenmenschliches Zusammenleben, klingen in jeder seiner Taten und Worte mit. Nichts, so scheint mir wird mit einer Selbstverständlichkeit oder gar Unbedachtheit betrachtet.

Während der Arbeit am Projekt merke ich nach und nach, wie sich eine Ruhe ausbreitet. Der gewöhnliche Stress, schnellstmöglich alle Bilder perfektionsnah in den Kasten zu bekommen schwindet. Stattdessen macht sich eine Geduld breit, die mich warten lässt, mit der Gewissheit am Ende die richtigen Momente einzufangen. Ich denke diese innere Ruhe ist ein Produkt aus den Worten, die ich in den vielen Gesprächen von meinem Papa höre und der Lautlosigkeit des Waldes.

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